Für Professor Jörg Knoblauch vermag allein ein schwaches Personalmanagement Betriebe zu ruinieren. In seinem Buch „Die Personalfalle“ versucht er nicht nur zu erklären, warum das so ist, sondern liefert anhand von plastischen Beispielen aus seiner langjährigen Praxis als Unternehmer und Unternehmensberater das Rezept, um sich aus der Falle zu befreien oder besser erst gar nicht hineinzutappen. „Die besten Mitarbeiter für den jeweiligen Job sind jetzt und in Zukunft der einzige Garant für das dauerhafte Überleben Ihres Unternehmens, während auf der anderen Seite unfähige Mitarbeiter Ihre Firma ruinieren. Übersehen Sie diese Entwicklung, und Sie sind demnächst pleite!“ liest Knoblauch seinen Lesern die Leviten.
Den Text finden Sie unter
http://buecher-geld-business.suite101.de/article.cfm/joerg-knoblauch---die-personalfalle
Paul Lendvai: Mein verspieltes Land. Ungarn im Umbruch; Ecowin-Verlag, Salzburg 2010, ISBN 978-3-902404-94-7, 23,60 Euro.
Auch nach mehrmaligen Veränderungen am Mediengesetz, das die Regierung Orbán am 18. Dezember 2010 verabschiedet hat, kann die EU damit nicht zufrieden sein. Was die europäischen Partner überrascht hat, ist für den profunden Ungarnkenner Paul Lendvai alles andere als plötzlich passiert. In seinem Buch „Mein verspieltes Land. Ungarn im Umbruch“ analysiert er das Erstarken Viktor Orbáns und seiner erst 1988 gegründeten Partei Fidesz vor dem Hintergrund der jüngeren ungarischen Geschichte. Als Grundübel für die politische und ökonomische Instabilität des Landes nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und der Entstehung einer parlamentarischen Demokratie macht er zunächst das Fehlen einer geschlossenen Opposition verantwortlich. Im Gegensatz zu Polen, wo die Solidarnosc als deutlich positionierte Gegenmacht auftrat, war die Opposition in Ungarn gespalten. Auf der einen Seite standen die radikalen Antikommunisten, auf der anderen die national-konservativen Demokraten.
Koalitionsversuche zwischen unversöhnlichen Gegnern hat es immer wieder gegeben. Um so erstaunlicher war es, dass Ungarn sich nach der Transformation zunächst trotz der in ein und der selben Regierung vertretenen Gegensätze als wirtschaftspolitisches Reformmusterland darstellte. Vor allem im Ausland genoss es zur Zeit der sozial-liberalen Koalition unter Gyula Horn großes Vertrauen.
Dann wurde die Politik für vier Jahre von Viktor Orbán und seiner Fidesz-Partei dominiert (1998 bis 2002). Orbán, mit 35 Jahren der jüngste Ministerpräsident in der Geschichte Ungarns, bescheinigt der Autor einen unbändigen Machtwillen und taktische Begabung. „Die machtpolitischen Aspekte des Entscheidungsprozesses samt dem Ausbau des Amtes des Ministerpräsidenten als durchsetzungsstarkes Zentrum der Willensbildung bei gleichzeitiger Schwächung der parlamentarischen Kontrollmechanismen kennzeichneten die vier Jahre der ersten Orbán-Regierung“, schreibt Lendvai. Und: „Glanz und Elend der ersten Orbán-Ära erwiesen sich als Auftakt zu einer politisch und moralisch, wirtschaftlich und kulturell verhängnisvollen Polarisierung in der ungarischen Gesellschaft.“
Die Phase zwischen der ersten und der jetzigen Regierung Orbán ist für Paul Lendvai die eigentliche Zeit, in der Ungarn seine Chancen verspielt hat – auf eine funktionierende parlamentarische Demokratie und auf den Auf- und Ausbau demokratischer Kontrollmechanismen. Genau das nutzt nach Lendvais Einschätzung die jetzige Regierung aus, die sich auf eine satte Zweidrittel-Mehrheit im Parlament stützen kann. Damit ist es ihr möglich, Gesetze nach Gutsherrenart zu beschließen.
Am deutlichsten spürbar sind die Konsequenzen in der ungarischen Medienlandschaft: „Seit der überraschenden Wahlniederlage im Jahr 2002 verfolgte Viktor Orbán zielstrebig den bereits in seiner ersten Regierungszeit begonnenen Aufbau eines Medienreiches, das direkt von seinen steinreichen Freunden kontrolliert wird. Nicht zuletzt mithilfe dieser „rechten Medienhegemonie“ war die vollständige Demontage des sozialistischen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány möglich. „Die totale Machtübernahme im Medienbereich“ hat aktuell schon den offensiven Nationalismus befeuert. „So wie seinerzeit unter dem kommunistischen System verschweigen die Zeitungen die westliche Kritik an den romafeindlichen, antisemitischen und rassistischen Entgleisungen in Ungarn ebenso wie etwa die Kritik am politischen Stil von Orbán und seinen Leuten“, schreibt Lendvai. Die auf Drängen der EU Monate nach Veröffentlichung seines Buches vorgenommenen Nachbesserungen am Mediengesetz dürften in seinen Augen nur Kosmetik sein. In seinem Urteil über den Fidesz-Ministerpräsidenten liegt Lendvai auf einer Linie mit dem Orbán-Biographen József Debreczeni: „Man sollte keinen Zweifel haben, dass Orbán hemmungslos und restlos die in seine Hände geratene Macht ausnutzen wird.“
Anja Maier: Die Pubertistin, Baumhaus-Medien, Köln 2010, 192 Seiten, gebunden, 12,99 Euro.
Anja Maier: Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter. Von Edel-Eltern und ihren Bestimmerkindern. Bastei Lübbe, Köln 2011,253 Seiten, kartoniert, 8,99 Euro.
Google ist nicht alles. Und ein „Google-Kompendium“ muss nicht zwangsläufig dick sein. Jon Smith, Mitbegründer von „amazon.co.uk“ braucht nur gut 150 Seiten, um zu erklären, wie die Welt der Suchmaschinen funktioniert. „Alles, was Sie über Google wissen müssen“, so der Untertitel des Buches, enthält Schritt für Schritt die Spielregeln, an die man sich halten muss, wenn man von einer Internet-Suchmaschine gefunden und dann auch noch unter den gewünschten Suchbegriffen ganz oben platziert werden möchte.
Den Text finden Sie unter
http://buecher-geld-business.suite101.de/article.cfm/jon-smith---google-kompendium
Frank Überall: Abgeschmiert. Wie Deutschland durch Korruption heruntergewirtschaftet wird, Lübbe Ehrenwirth, Köln 2011, 237 Seiten, gebunden, 19,99 Euro